The Departed — niemand darf sich entspannen
Schnell, schroff und voller Menschen, die jedes Wort abwägen. Die Dialoge geben der Spannung einen bösen Humor.
Schnell, schroff und voller Menschen, die jedes Wort abwägen. Die Dialoge geben der Spannung einen bösen Humor.

Spoilerfreie Rezension.
In The Departed kann schon ein Anruf gefährlich sein. Menschen prüfen ständig, was sie sagen dürfen, wem sie trauen können und ob sie bereits zu viel verraten haben. Der Druck bleibt auch in komischen Szenen.
William Monahans Dialoge sind eine große Stärke. Eine Beleidigung kann Witz, Prüfung oder Machtmittel sein. Mark Wahlberg bekommt besonders aggressives Material, doch auch leise Gespräche sind feindselig.
Leonardo DiCaprio zeigt Angst, ohne sie erklären zu müssen. Matt Damon versucht umgekehrt, bequem zu wirken und dabei alles im Blick zu behalten. Das Gegenüber dieser Darstellungen treibt den Film an.
Martin Scorsese hält Schnitt und Musik so lebendig, dass die Länge selten belastet. Jack Nicholson unterhält, doch manchmal reißt seine große Darstellung aus der sonst glaubhaften Beklemmung. Manche Nebenbeziehung hätte mehr Raum verdient.
8/10. Widersprüchliche Menschen, ausgezeichnete Spannung und bissige Dialoge. Am besten, wenn jeder im Raum einen Grund zum Lügen hat.
Regie: Martin Scorsese · 2006 · Englisch. Filminformationen · Plakatquelle. Bildmaterial © der jeweiligen Rechteinhaber.
Schnell, schroff und voller Menschen, die jedes Wort abwägen. Die Dialoge geben der Spannung einen bösen Humor.
— Desly