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Nach dem Abspann

I'm Thinking of Ending Things — Ein Geist wandert ohne Richtung

Die Struktur des Films widersteht Klarheit, aber sein emotionaler Kern bleibt zugänglich. Die zentrale Beziehung fühlt sich trotz der abstrakten Gestaltung real an.

I'm Thinking of Ending Things

Spoilerfreie Rezension.

Die Geschichte kommt in Stücke, wie die eigenen Gedanken der Hauptfigur. Man hat das Gefühl, nicht zu wissen, was los ist, auch wenn die Leute reden. Was gesagt wird, stimmt nicht immer mit dem überein, was wirklich passiert. Immer wieder tauchen die gleichen Sorgen auf und lassen darauf schließen, daß es unterhalb größere Probleme gibt.

Der Film bewegt sich langsam, so daß ruhige Momente so laut sprechen wie Worte. Die Bilder zeigen, was da drin vor sich geht, ohne es zu sagen. Die seltsamen Teile stehen der Beziehung nicht im Weg, sie machen alles nur unsicherer.

Jesse Plemons und Jessie Buckley übernehmen ihre Rollen mit einer sorgfältigen Zurückhaltung, die Melodrama vermeidet. Ihre Darbietungen lassen Sehnsucht und Zögern erkennen, auch wenn die Situation unklar ist. Toni Collette und David Thewlis fügen durch subtile Veränderungen in Ton und Ausdruck Unruhe hinzu.

Der seltsame Stil macht es manchmal schwerer zu fühlen, was vor sich geht. Manche Szenen sind eher künstlerische Entscheidungen als Geschichten. Aber auch dabei zeigt der Film eine heikle Verbindung inmitten der Unsicherheit.

2020 · Englisch. Filminformationen · Plakatquelle · Bildmaterial © der jeweiligen Rechteinhaber.

7/10
Mein Urteil

Die Struktur des Films widersteht Klarheit, aber sein emotionaler Kern bleibt zugänglich. Die zentrale Beziehung fühlt sich trotz der abstrakten Gestaltung real an.

— Desly